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Reaktordeponie
Das Wort «Reaktor» kommt von reagieren. Die Abfälle, die auf der Reaktordeponie abgelagert werden, sind chemisch oder biologisch nicht stabil, das heisst, dass sie in der Deponie miteinander chemisch reagieren oder mikrobiologisch abgebaut und so in eine endlagerfähige Form umgewandelt werden.
Bei den Reaktionen können sich einerseits Gase und andererseits – durch das Auswaschen von Schadstoffen (salzen) – verschmutztes Abwasser bilden. Das Abwasser wird gefasst und, falls erforderlich, so behandelt, dass es die gesetzlichen Einleitungsbedingungen in die öffentliche Kanalisation erfüllt.
Heute werden auf Reaktordeponien vorwiegend verschmutzter Boden- oder Bauaushub belasteter Standorte mit einer begrenzten Schadstoffbelastung abgelagert. In einem separaten Kompartiment lagert Schlacke aus der Kehrichtverbrennung.
Schlackekompartiment:
Kompartiment für Verbrennungsrückstände wie zum Beispiel Schlacke, Aschen, die nur kurzzeitig chemisch reagieren.
Bauabfallkompartiment:
- Kompartiment für Abfälle, welche die chemische Voraussetzung für die Inertstoffdeponie nicht erfüllen ( Feinfraktion aus der Bausperrgutsortierung)
- langfristig reagieren und das Sickerwsser belasten, wie zum Beispiel kontaminierte Böden
- weder richtig brennbar noch sortierbar sind, wie zum Beispiel Brandschutt
- brennbar, aber für die Verbrennung in einer KVA nicht geeignet sind, wie zum Beispiel organische
Stäube oder Dachpappe
- Mineralfaser- /Holzwolleplatten (zum BeispielPavarocplatten)
- Gips
- Strassenwischgut
- Schlamm aus Absetzbecken/Bohrschlämme
- Sandfangmaterial aus Kläranlagen
- Schlacke aus Zwischenböden
- teerhaltiger Ausbauasphalt PAK- Gehalt: bis100'000 mg PAK/kg Bindemittel
- Gussasphalt
Ihr Ansprechpartner: Daniel Portmann, Telefon 041 766 16 68
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